Deutschland im Herbst

Deutschland im Herbst ist ein Episodenfilm, der sich mit der bundesdeutschen Gesellschaft zur Zeit des RAF-Terrorismus unmittelbar nach dem „Deutschen Herbst“ 1977 auseinandersetzt.  
TitelDeutschland im Herbst
TitelGermany in Autumn
Jahr1978
RegieAlf Brustellin, Hans Peter Cloos, Rainer Werner Fassbinder, Alexander Kluge, Beate Mainka-Jellinghaus,
DarstellerRainer Werner Fassbinder, Angela Winkler, Mario Adorf, Helmut Griem, Heinz Bennent, Vadim Glowna, Hannelore Hoger, Wolf Biermann
GenreEpisodenfilm


Hanns-Martin Schleyer

Die staatliche Gedenkfeier für Hanns-Martin Schleyer, führender deutscher Industrieller und Chef des Daimler-Benz-Konzerns,[2] der von Mitgliedern der RAF entführt und getötet wurde. Später sehen wir einen türkischen Mann, der vor der Gedenkfeier wegen des Besitzes eines Gewehrs verhaftet wird, Fabrikarbeiter, die zum Gedenken an Schleyers Tod schweigen, und das Personal der Gedenkfeier, das sich darauf vorbereitet, Snacks zu servieren. Regie: Alexander Kluge.
 
Rainer Werner Fassbinder

Eine Reihe von Dialogen zwischen Rainer Werner Fassbinder und seiner Mutter, seiner Ex-Frau Ingrid Caven, seinem Freund Armin Meier und anderen, die über die Nachricht von den angeblichen Selbstmorden der RAF-Mitglieder Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe im Hochsicherheitsgefängnis Stuttgart-Stammheim reflektieren. Regie: Rainer Werner Fassbinder.

Gabi Teichert

Die Geschichtslehrerin Gabi Teichert stellt einige ihrer Unterrichtsinhalte in Frage und sorgt damit für Unruhe bei ihren Vorgesetzten. Erzähltes Archivmaterial zeigt einige ihrer Recherchen zur deutschen Geschichte, darunter der Vorfall in Mayerling, die Deutsche Reichsbahn, der Spartakusaufstand und die Vergiftung von Erwin Rommel durch die Nazi-Regierung.

Später tauchen im Film dokumentarische Aufnahmen der SDP-Konferenz von 1977 auf, in denen die Redner die Aktionen der Linksterroristen verurteilen. Gabi Teichert, aus den früheren Sequenzen, sitzt im Publikum und macht sich während einer Rede von Max Frisch fleißig Notizen. Regie: Alexander Kluge.

Franziska Busch

Eine junge Frau wird in einer Tiefgarage niedergeschlagen. Eine andere junge Frau, die an dem Vorfall vorbeifährt, Franziska Busch, steigt aus ihrem Auto aus und wehrt den Angreifer ab. Anschließend bringt sie das Opfer nach Hause und kümmert sich um sie. Begleitet wird die Szene von einem Lied von Wolf Biermann.

Der RAF-Mitbegründer Horst Mahler wird im Gefängnis von einem Fernsehsender interviewt und behauptet, dass der Faschismus in Westdeutschland nach der Nazizeit weiter existiert. Außerdem zeigt er die moralischen Widersprüche des Linksterrorismus auf. Franziska Busch sieht sich das Interview im Hörsaal des Fernsehstudios an, in dem ihr Freund arbeitet. Busch beginnt, mit einer revolutionären Gruppe, der sie angehört, Propagandafilme zu drehen. Sie filmen den deutschen Sänger Wolf Biermann bei seinem Auftritt in "Mädchen in Stuttgart", einem Monolog, der die offizielle Version der Ereignisse in der Stammheimer Todesnacht in Frage stellt. Regie: Bernhard Sinkel und Alf Brustellin

Schatten der Angst (Schatten der Angst)

In München bekommt eine Frau Besuch von einem verletzten Mann, der aus der Stirn blutet, und nimmt ihn in ihrer Wohnung auf. Sie sieht sein Gesicht in einer Zeitung zwischen den Fotos gesuchter Terroristen, beschließt aber, ihn nicht zu verraten. Regie: Hans Peter Cloos und Katja Rupé.

Grenzstation

Zöllner patrouillieren an einem Grenzübergang zwischen Frankreich und Deutschland. Ein unverheiratetes Paar auf der Durchreise wird angehalten und seine Ausweispapiere werden kontrolliert. Der Beamte vermutet, dass die Frau Ähnlichkeit mit einem der gesuchten Terroristen hat. Schließlich werden sie durchgelassen. Regie: Edgar Reitz.

Bundeswehr

Dokumentarfilm über die deutsche Armee, die verschiedene Land- und Luftübungen in der deutschen Landschaft durchführt. Regie: Peter Schubert.

Die verschobene Antigone

Ein Gremium von männlichen Fernsehproduzenten trifft sich, um eine bevorstehende Fernsehübertragung der Tragödie Antigone von Sophokles zu besprechen. Angesichts der brisanten politischen Atmosphäre und der Auseinandersetzung des Stücks mit Tod, Autorität und politischem Widerstand diskutieren sie, der Ausstrahlung einen Haftungsausschluss voranzustellen. Nach eingehender Diskussion einigen sie sich darauf, das Stück gar nicht zu senden. Buch von Heinrich Böll und Regie von Volker Schlöndorff
 
  • Die Arbeit an der Gemeinschaftsproduktion von elf verschiedenen Regisseuren des sogenannten Neuen Deutschen Films – unter ihnen Rainer Werner Fassbinder, Volker Schlöndorff und Alexander Kluge – begann bereits Ende 1977; 1978 wurde die Collage aus teils dokumentarischen, teils szenisch erzählenden Episoden erstmals gezeigt  







 


 


 

 

 

 

 

 

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