The Cut

The Cut ist ein Spielfilm von Fatih Akin. 
 Im Jahr 1915 lebt der armenische Schmied Nazaret Manoogian mit seiner Frau Rakel und seinen Zwillingstöchtern Arsinée und Lucinée sowie der Großfamilie in der Kleinstadt Mardin. Nach getaner Arbeit geht er in die christliche Kirche, um für seinen Neid auf Reiche die Beichte abzulegen. Nachdem er seine Töchter von der Schule abholt, sehen sie einen Kranich vorbeiziehen. Nazaret erklärt seinen Töchtern, sie alle drei würden sich auf eine lange Reise begeben, da sie den Kranich gesehen hätten.
Mit der ganzen Familie wird kontrovers über das Verschwinden armenischer Männer diskutiert. Eines Nachts stehen türkische Soldaten an der Tür und zwingen Nazaret und dessen Schwager Hrant mitzukommen – unter dem Vorwand, alle Männer wären vom Sultan als Soldaten rekrutiert.
OriginaltitelThe Cut
ProduktionslandDeutschland, Frankreich, Polen, Türkei, Kanada, Russland und Italien
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2014
Länge138 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
RegieFatih Akin
DrehbuchFatih Akin,
Mardik Martin
ProduktionFatih Akin,
Karl Baumgartner,
Reinhard Brundig,
Nurhan Şekerci-Porst,
Fabienne Vonier
MusikAlexander Hacke
KameraRainer Klausmann
SchnittAndrew Bird
Besetzung
Tahar Rahim: Nazaret Manoogian
Simon Abkarian: Krikor
Makram Khoury: Omar Nasreddin
Hindi Zahra: Rakel
Kevork Malikyan: Hagob Nakashian
Bartu Küçükçağlayan: Mehmet
Zein Fakhoury: Arsinée
Dina Fakhoury: Lucinée
Trine Dyrholm: Leiterin Waisenhaus
Arsinée Khanjian: Frau Nakashian
Akin Gazi: Hrant
Shubham Saraf: Levon
George Georgiou: Vahan
Arévik Martirossian: Ani
Lara Heller: Lucinée (älter)
Moritz Bleibtreu: Peter Edelman
Numan Acar: Alpasan
Die armenischen und christlichen Männer werden aber zu Zwangsarbeiten in der Wüste gezwungen, um dort Straßen zu bauen. Dort erleben sie, wie auch Frauen und Kinder in die Wüste gebracht oder vergewaltigt oder umgebracht werden. Im folgenden Jahr erscheint ein Vertreter des Sultans und verkündet, dass diejenigen armenischen Männer begnadigt werden, die zum Islam konvertieren. Einige Männer aus der Gruppe treten hervor und werden von den verbleibenden Männern als Verräter am Glauben beschimpft.
Am nächsten Morgen sind zunächst keine Soldaten in Sicht, aber nach einem kurzem Moment der Hoffnung für die Armenier kommen jene mit einer Gruppe Zivilisten zurück und bringen die Zwangsarbeiter in ein Tal. Dort müssen diese niederknien und die Zivilisten werden gezwungen, ihnen ihre Kehlen aufzuschlitzen. Auch Nazarets Schwager stirbt. Ein Türke namens Mehmet soll Nazaret umbringen, bringt es jedoch nicht fertig. Er sticht stattdessen sein Messer Nazaret so tief in den Hals, dass dessen Stimmbänder verletzt werden und er wie tot liegen bleibt, was Mehmet bemerkt, der daraufhin andere davon abhält, Nazarets vermeintlichen Leichnam zu plündern, um diesen zu schützen.
In der Nacht kommt Mehmet zurück, gibt ihm Wasser zu trinken, befreit ihn und flieht mit ihm. In der Wüste stoßen beide auf eine Gruppe von Deserteuren und können sich ihnen für eine Weile anschließen. Nazaret erfährt von einem Heilkundigen, dass er durch den Schnitt in seine Stimmbänder zum Schweigen verdammt sei.
Die Deserteure überfallen eine Kutsche, die einem reichen ehemaligen Kunden Nazarets gehört. Dieser fleht Nazaret an, die Gruppe möge ihn und seine Familie nicht ihr Hab und Gut nehmen und sagt ihm außerdem, dass sich andere Flüchtlinge aus Mardin in der Stadt Raʾs al-ʿAin befinden. Nazaret geht nicht auf die Bitten ein, die Gruppe überlässt der Familie allerdings noch etwas Nahrung. Nazaret entscheidet sich die Gruppe zu verlassen und in die Stadt zu gehen, von der der Kunde ihm berichtet hatte. Der Marsch ist für Nazaret so anstrengend, dass er in der Hitze umfällt. Im Traum erscheint ihm seine Frau und befiehlt ihm, wieder aufzuwachen. Nazaret stößt auf eine Gruppe Beduinen, die ihm mit Wasser und Essen aushilft, als er ein kleines Steinchen Gold, welches er beim Straßenbau bekommen hatte, vorweisen kann. Ein Mädchen, dem er während der Zeit der Zwangsarbeit nach einem Sturz wieder auf die Beine half, wurde später offenbar an das Wüstenvolk verkauft. Sie fleht Nazaret an, ihr abermals zu helfen und sie aus der Gefangenschaft zu befreien. Ihre Bitten ignoriert er.
Als er Raʾs al-ʿAin erreicht, findet Nazaret ein Flüchtlingslager in der Wüste vor, in dem die Geflüchteten hungernd und durstend vor sich hin vegetieren – auch seine Schwägerin Ani. Selbst halb tot berichtet sie, dass die gesamte Familie tot sei. Danach bittet sie ihn inständig, sie von ihrem Leiden zu erlösen. Spät in der Nacht bringt Nazaret es über sich, seine Schwägerin zu erwürgen. In ihm bricht danach eine große Wut – auch gegen Gott – aus.
Nachdem er das Lager verlassen hat, kann er auf einen Zug aufspringen. Als die Waggons später durchsucht werden, springt Nazaret in der Wüste aus dem fahrenden Zug. Omar Nasreddin findet ihn halb hungernd und dürstend. Er nimmt Nazaret mit in seine Seifenfabrik in Aleppo. Dort trifft Nazaret später Krikor, der auch Armenier ist. Als der Krieg im November 1918 beendet ist und sich die türkische Besatzungsmacht zurückziehen muss, bewerfen die Bewohner Aleppos die Türken mit Steinen. Auch Nazaret und Krikor beobachten den Auszug der Türken. Als Nazaret selbst auch einen Stein werfen will, sieht er einen kleinen türkischen Jungen, der aus einer Kopfwunde blutet, und wendet sich verzweifelt ab.
Eines Abend sieht Nazaret im Kino Charlie Chaplins Film The Kid, der ihn einerseits wieder zum Lachen bringt – aber in Gedanken an seine Kinder auch zum Weinen. Dort trifft er zudem seinen ehemaligen Lehrling Levon wieder, der ihm berichtet, dass seine Töchter noch am Leben seien. Inzwischen hat Omar in seiner Seifenfabrik viele Flüchtlinge untergebracht, und Nazaret erfährt durch eine Zeitungsvorleserin, dass viele Flüchtlinge weiterhin gesucht werden. Mit Hilfe von Krikor gibt er auch eine Suchanzeige für seine Töchter auf. Ein anderer Flüchtling verkündet später im Vorleseraum, dass viele Frauen und Töchter an Bordelle verkauft wurden. Von einer Nonne erfährt er zudem, dass sich viele Kinder auch in einem der über hundert Waisenheimen befänden, die während und nach dem Krieg entstanden sind. Nazaret notiert sich die Adressen aller Waisenheime und verabschiedet sich von Krikor und Omar, um sich auf die Suche zu begeben.
Schließlich führt seine Suche Nazaret in ein Waisenhaus im Libanon. Dort erkennt er seine Töchter auf einem Photo und erfährt zudem, dass sie nicht mehr dort, aber wohlauf seien, Lucinée jedoch nach einem schweren Unfall auf dem Todesmarsch hinke. Die Zwillinge sollten mit wohlhabenden armenischen Männern auf Kuba verheiratet werden, was durch die Cousine der Mathematiklehrerin des Waisenhauses arrangiert wurde.
Die Überfahrt nach Kuba erarbeitet sich Nazaret als Matrose auf einem Passagierdampfer. In Kuba angekommen, sucht Nazaret den Barbier Hagob Nakashian auf, um sich nach seinen Töchtern zu erkundigen. Dessen Frau erzählt ihm später, dass einer der armenischen Männer die hinkende Lucinée als Braut abgelehnt habe und Arsinée deshalb die Verlobung mit dem zweiten Mann verweigerte, um weiterhin mit ihrer Schwester zusammenzuleben. Beide Mädchen seien in die USA gegangen, wo sie in einer Textilfabrik in Minnesota arbeiteten. Durch ein Telegramm erfahren Nazaret und Hagob jedoch, dass die Zwillinge nicht mehr dort sind und nichts über ihren Verbleib bekannt sei.
Bei einem Gottesdienst zeigt Frau Nakashian Nazaret den Mann, der Lucinée nicht heiraten wollte. Nach der Messe schlägt Nazaret diesen in Wut nieder. Einer spontanen Eingebung folgend kehrt er zum Niedergeschlagenen noch einmal zurück und raubt ihm Geld. Hagob trifft für Nazaret ein Arrangement mit einem Rumschmuggler, den Nazaret mit dem geraubten Geld bezahlt und so mit dessen Boot nach Florida übersetzen kann.
In Florida setzen die amerikanischen Partner der Schmuggler Nazaret an einer Eisenbahnstrecke ab und erklären ihm, wie er nach Minnesota kommen kann. Er klaut sich unterwegs Essen zusammen und fährt als blinder Passagier auf verschiedenen Zügen weiter. In der Fabrik in Minnesota, wo seine Töchter früher arbeiteten, kann ihm jedoch nicht weitergeholfen werden.
Nazaret nimmt eine Arbeit als Gleisbauer bei einer Eisenbahngesellschaft an und kommt 1923 nach North Dakota. Als ein Arbeiter eine Squaw vergewaltigen will, kann Nazaret die Frau davor retten. Die anderen Arbeiter schlagen ihn mit Schaufeln nieder und lassen ihn bewusstlos auf den Gleisen liegen. In der kalten Nacht, als Nazaret zu erfrieren droht, erscheinen ihm seine inzwischen erwachsenen Töchter in einer Vision und ermutigen ihn, wieder aufzustehen. Als er weitertaumelt, sieht er ein erleuchtetes Fenster im Dunkeln. In dem Haus wohnen armenische Gleisbauarbeiter. Die Armenier können ihm bei seiner Suche nicht weiterhelfen, erzählen ihm aber, dass sich in der dreißig Meilen entfernten Stadt Ruso weitere Armenier befinden.
Als Nazaret diese Stadt erreicht sieht er dort eine hinkende Frau: seine Tochter Lucinée. Beide fallen sich in die Arme. Seit Jahren kann Nazaret erstmals wieder sprechen und Lucinée fragen, wo Arsinée sei. Diese ist vorm Weihnachtsfest des zurückliegenden Jahres aufgrund von Parasitenbefall, an dem sie bereits auf der Flucht in der Heimat erkrankte, gestorben. Beide besuchen Arsinées Grab auf dem Friedhof und verlassen es traurig. Dennoch ist Lucinée froh, dass Nazaret sie gefunden hat.
  • Die Uraufführung erfolgte am 31. August 2014 auf den 71. Internationalen Filmfestspielen von Venedig,  der Film wurde seit dem 16. Oktober 2014 in den deutschen Kinos gezeigt. 
  •  Es handelt sich um Fatih Akins bisher logistisch aufwendigsten Film, er wurde unter anderem von Mardik Martin unterstützt 


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Fatih Akin (türkisch Fatih Akın, phon. [faːtɪç ˈaːkɪn], * 25. August 1973 in Hamburg) ist ein deutscher Filmregisseur, Drehbuchautor, Darsteller und Produzent.


 


 

 

 

 

 

 

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