Hanne

 Hanne ist ein deutscher Spielfilm des Regisseurs Dominik Graf aus dem Jahr 2018. Das Drama entstand nach einem Drehbuch der Autorin Beate Langmaack und handelt von der Pensionärin Hanne, gespielt von Iris Berben, die in Vorbereitung auf einen Routineeingriff erfährt, dass sie möglicherweise Leukämie hat.

 Noch während ihrer Abschiedsfeier erfährt Chefsekretärin Hanne Dührsen, dass ihr langjähriger Vorgesetzter in Folge eines Autounfalls ums Leben gekommen ist. Trotz des Schocks bemüht sie sich um Professionalität und bringt ihren Ausstand hinter sich, ohne dessen Tod zu erwähnen.

Am nächsten Morgen übergibt die frischgebackene Pensionärin einer Malerfirma die Schlüssel zu ihrer Wohnung und reist mit dem Zug nach Wilhelmshaven, wo sie sich in einer Klinik endlich ihre Krampfadern entfernen lassen möchte.

OriginaltitelHanne
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2018
Länge90 Minuten
RegieDominik Graf
DrehbuchBeate Langmaack
ProduktionJens Christian Susa
MusikFlorian van Volxem,
Sven Rossenbach
KameraMichael Wiesweg
SchnittClaudia Wolscht
Besetzung
Iris Berben: Hanne Dührsen
Petra Kleinert: Uli
Herbert Knaup: Heiner Witt
Trystan Pütter: Tim
Sophie Lutz: Sophie
Luise Aschenbrenner: Lizzy
Sönke Möhring: Sveni Kruse
Oliver Reinhard: Malermeister Meier
Brian Völkner: Azubi Lorenz
Jörg Gudzuhn: Hagü
Eva Kryll: Miriam
Ursula Andermatt: Birgit
Anja Schiffel: Franziska Hamed
Jutta Wachowiak: Lisbeth
Barbara Krabbe: Musch
Jaron Löwenberg: Schwimmtrainer

Doch zu der lange geplanten Operation kommt es nicht: Dr. Hamed, ihr behandelnder Arzt, erklärt ihr, dass im Rahmen der Voruntersuchungen Auffälligkeiten in ihrem Blutbild festgestellt worden seien, die auf eine akute myeloische Leukämie hinweisen könnten. Da er sich nicht festlegen will und am Wochenende weitere Laboruntersuchungen notwendig sind, bittet er die erschütterte Hanne, am darauf folgenden Montag wiederzukommen, um gemeinsam die Ergebnisse besprechen können. Diese entscheidet sich daraufhin, in Wilhelmshaven zu bleiben, und checkt kurzerhand in eine nahegelegenes Hotel ein.
Als Hanne entgegen der Empfehlung ihres Arztes nach der potentiellen Diagnose im Internet sucht, ringt sie um Fassung. Bei ihren Freundinnen erwähnt sie während eines Telefonats jedoch nichts von der Nachricht und auch ihren Sohn will sie zunächst nicht mit ihren Sorgen belasten. In einem Lokal kann sie sich noch am selben Abend der Dessousverkäuferin Uli anvertrauen. Die beiden ungleichen Frauen freunden sich an und beschließen, gemeinsam um die Häuser zu ziehen. Die Nacht endet für die beiden im Alkoholrausch. Während ihres Katerfrühstücks am nächsten Morgen entdeckt Hanne auf einem Firmenfahrzeug vor ihrem Hotelzimmerfenster den Namen ihrer verflossenen Jugendliebe Heiner wieder. Sie entschließt sich dazu, ihn anzurufen, und die beiden verabreden ein Treffen auf dem Gelände von Heiners Baufirma. Beim gemeinsamen Mittagessen sinnieren die beiden über vergangene Zeiten und Hanne küsst Heiner, der sie zunächst mit einer anderen Ex-Freundin verwechselt hatte. Nach Feierabend begleitet sie ihn nach Hause, wo die beiden die Nacht miteinander verbringen und Hanne sich anschließend davonschleicht.
Am Sonntagmorgen erhält Hanne einen Anruf von ihrem Sohn Tim, der sie unangekündigt zu Hause hatte besuchen wollen und dort nur auf die Angestellten der Malerfirma getroffen war. Sie überredet ihn, kurzerhand nach Wilhelmshaven zu kommen, wo er seiner Mutter beim Frühstück verrät, dass er Vater wird. Hanne, hin- und hergerissen zwischen der Freude für ihren Sohn und der Aussicht, die Geburt ihres ersten Enkelkindes möglicherweise nicht mehr miterleben zu können, verfällt in Ungeduld und Panik und beschließt nach Tims Abreise, Dr. Hamed zu sprechen. Sie lässt sich von einem Taxi zu seiner Privatadresse bringen, wo dieser gerade als Clown verkleidet einen Kindergeburtstag gestaltet. Der Arzt versucht, die aufgebrachte Hanne zu beruhigen, doch dieser fällt es zunehmend schwerer, abzuschalten. Als sie anschließend über die Felder zu Fuß den Heimweg antritt, gerät sie in einen Regenschauer. Sie findet auf dem Hochsitz von Jäger Sveni Zuflucht, der sie anschließend mit auf seinen Hof nimmt und seiner Familie vorstellt. Dort erhält sie von dessen Oma ein Rezept für eine Kindbettsuppe, welche Hanne nach ihrer Rückkehr ins Hotel noch in derselben Nacht mit Hilfe der freundlichen Rezeptionistin Sophie in der Hotelküche zubereitet und vorsorglich für ihr ungeborenes Enkelkind einfrieren möchte. Am nächsten Morgen kommt der Arzt auf sie zu. Ein zweigeteilter Bildschirm mit einer ernsten und einer optimistischen Hanne lässt die Diagnose offen.

  •  Produziert wurde er von der PROVOBIS Film GmbH unter der Leitung von Jens Christian Susa.
  •  Neben Berben traten unter anderem Petra Kleinert, Herbert Knaup, Trystan Pütter, Sophie Lutz, Luise Aschenbrenner und Sönke Möhring vor die Kamera. Die Premiere erfolgte 2018 am Filmfest München.




Dominik Graf

Dominik Graf (* 6. September 1952 in München) ist ein deutscher Film- und Fernsehregisseur.


 


 

 

 

 

 

 

 Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Daten- und Textquelle : Wikipedia




Jahr

1966 (1) 1969 (1) 1970 (1) 1971 (1) 1975 (1) 1976 (1) 1978 (1) 1979 (1) 1981 (1) 1984 (2) 1985 (2) 1987 (1) 1988 (1) 1990 (1) 1991 (4) 1992 (2) 1993 (3) 1994 (3) 1995 (1) 1996 (5) 1997 (3) 1998 (8) 1999 (3) 2000 (5) 2001 (3) 2002 (5) 2003 (4) 2004 (2) 2005 (8) 2006 (7) 2007 (12) 2008 (12) 2009 (14) 2010 (8) 2011 (11) 2012 (14) 2013 (10) 2014 (12) 2015 (9) 2016 (10) 2017 (10) 2018 (17) 2019 (12) 2020 (10) 2021 (3)