Die Welle

  Die Welle ist ein deutsches Filmdrama aus dem Jahr 2008. Jürgen Vogel spielt einen Lehrer, der seiner Schulklasse in einem von ihm konzipierten Sozialexperiment vorführt, wie autokratische faschistoide gesellschaftliche Strukturen entstehen. Er lässt die Schüler an einer von Disziplin und Gemeinschaftsgeist geprägten und von ihm selbst angeführten Bewegung namens Die Welle mitwirken. Regisseur und Drehbuchautor Dennis Gansel stützte seine Handlung auf das Experiment „The Third Wave“, das 1967 in Kalifornien stattfand. Auf Basis dieses Experiments schrieb Morton Rhue den Roman Die Welle (1981), der in der Bundesrepublik und in Österreich zu einem Schullektüre-Klassiker geworden ist. Für den Film wählte Gansel einen inszenatorischen Ansatz, der die Verführung durch die Bewegung für das Publikum erfahrbar machen soll. In Deutschland sahen zweieinhalb Millionen Besucher den Film im Kino.

 

OriginaltitelDie Welle
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2008
Länge107 Minuten
Altersfreigabe12
RegieDennis Gansel
DrehbuchDennis Gansel
Peter Thorwarth
ProduktionChristian Becker
Nina Maag
Anita Schneider
MusikHeiko Maile
KameraTorsten Breuer
SchnittUeli Christen
Besetzung
  • Jürgen Vogel: Rainer Wenger
  • Frederick Lau: Tim Stoltefuss
  • Max Riemelt: Marco
  • Jennifer Ulrich: Karo
  • Christiane Paul: Anke Wenger
  • Cristina do Rego: Lisa
  • Elyas M’Barek: Sinan
  • Jacob Matschenz: Dennis
  • Maximilian Vollmar: Bomber
  • Maximilian Mauff: Kevin
  • Ferdinand Schmidt-Modrow: Ferdi
  • Tim Oliver Schultz: Jens
  • Amelie Kiefer: Mona
  • Odine Johne: Maja
  • Fabian Preger: Kaschi
  • Tino Mewes: Schädel
  • Karoline Teska: Miri
  • Marco Bretscher-Coschignano: Dominik
  • Lennard Bertzbach: Bommel
  • Tommy Schwimmer: Maxwell
  • Joseph M’Barek: Thorben
  • Jaime Kristo Ferkic: Bobby
  • Lucas Hardt: Kulle
  • Maren Kroymann: Dr. Kohlhage
  • Teresa Harder: Karos Mutter
  • Thomas Sarbacher: Karos Vater
  • Hubert Mulzer: Dieter Wieland
  • Alexander Held: Tims Vater
  • Johanna Gastdorf: Tims Mutter
  • Friederike Wagner: Marcos Mutter
  • Dennis Gansel: Martin

Im Mittelpunkt der Geschichte, die in einer fiktiven deutschen Stadt und in gehobenen sozialen Schichten spielt, stehen der Gymnasiallehrer Rainer Wenger und seine Schüler. Während einer schulischen Projektwoche zum Thema „Staatsformen“ bekommt der lockere und bei den Schülern beliebte Wenger, der einst Hausbesetzer in Berlin-Kreuzberg war und sich von den Schülern duzen lässt, statt seines bevorzugten Themas Anarchie das Thema Autokratie zugeteilt. Seine Schüler finden das wiederholte „Durchkauen“ des Themas anhand des Nationalsozialismus langweilig und meinen, es bestehe im heutigen aufgeklärten Deutschland keine Gefahr einer Diktatur mehr. Also entschließt sich Wenger, die Woche als pädagogischen Selbstversuch durchzuführen.
Er ändert die Sitzordnung in eine frontal auf ihn gerichtete Position und fordert die Schüler auf, beim Reden aufzustehen und schnelle, knappe Antworten zu geben. Dann lässt er sie zwecks körperlicher Ertüchtigung im Gleichschritt auf der Stelle marschieren. Diese Übungen bringt er als Vorschläge, über die sie abstimmen dürfen. Der strenge Ton und die straffe Disziplin kommen bei den meisten Schülern gut an, und sie sind motivierter. Schließlich gründet der Lehrer zu Demonstrationszwecken – darüber klärt er die Schüler nicht mehr auf – eine Art autokratische Bewegung. Die Prinzipien der Gruppe sind „Macht durch Disziplin“, „Macht durch Gemeinschaft“ und „Macht durch Handeln“. Als Erkennungsmerkmal und eine Art Uniform sollen alle Mitglieder der Gruppe weiße Hemden tragen. Zwei Mädchen protestieren gegen diese Vorschriften, wechseln schließlich den Kurs und sehen sich deswegen zunehmenden Anfeindungen im Freundeskreis ausgesetzt. Der Kurs erhält unterdessen durch Mundpropaganda Zulauf von Schülern aus anderen Kursen. In ihrer Begeisterung bitten einzelne Schüler den Lehrer, dem Ganzen einen Namen zu geben. Die noch demokratische Abstimmung ergibt den Namen „Die Welle“, einer der Schüler entwirft ein Logo und es wird eine gemeinsame Grußgeste eingeführt. Es entstehen neue Ideen, die „Welle“ zu verbreiten und sich in die Bewegung einzubringen. Bald hat die „Welle“ den Rahmen des Unterrichts verlassen und durchdringt den außerschulischen Alltag. Die einst schleppend verlaufenden Theaterproben gewinnen an Struktur und die von Wenger trainierte Wasserballmannschaft mehr Zuschauer. Der Zusammenhalt wächst, die Welle-Mitglieder beschützen einander vor außenstehenden Pöblern, sprühen das Welle-Logo nachts in wilden Gruppenaktionen an Wände in der ganzen Stadt und veranstalten eine spontane Fete

 


Peter Thorwarth (2014)


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Bild: Peter Thorwarth (2014) Von Michael Schilling - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=30602657

 

 Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Quelle Wikipedia


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