Montag, 7. September 2020

Michael Kohlhaas – der Rebell

Posted By: G.M. Sandfort - September 07, 2020

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Michael Kohlhaas – der Rebell ist eine deutsche Literaturverfilmung des Regisseurs Volker Schlöndorff aus dem Jahr 1969, basierend auf der Novelle von Heinrich von Kleist, in der sich ein rechtschaffener Pferdehändler gegen die ihm widerfahrene Ungerechtigkeit wehrt, damit öffentliches Interesse erregt, jedoch letztlich scheitert und hingerichtet wird.


OriginaltitelMichael Kohlhaas – der Rebell
ProduktionslandBundesrepublik Deutschland
OriginalspracheDeutsch, Englisch
Erscheinungsjahr1969
Länge99 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
RegieVolker Schlöndorff
DrehbuchClement Biddle Wood
Volker Schlöndorff
Edward Bond
ProduktionElliott Kastner
Jerry Gershwin
Jerome Bick
Rob Houwer
MusikStanley Myers
Peter Sandloff
KameraWilly Kurant
SchnittClaus von Boro
  • David Warner: Michael Kohlhaas
  • Anna Karina: Elisabeth Kohlhaas
  • Thomas Holtzmann: Martin Luther
  • Michael Gothard: John
  • Kurt Meisel: Kanzler
  • Anton Diffring: Kurfürst
  • Gregor von Rezzori: Kunz
  • Peter Weiss: Richter
  • Anita Pallenberg: Katrina (Marketenderin)
  • Relja Bašić: Nagel
  • Inigo Jackson: Junker von Tronka
  • Václav Lohniský: Herse
  • Emanuel Schmied: Verwalter
  • Keith Richards: Soldat
  • Erich Aberle: Bürgermeister

Der Pferdehändler Michael Kohlhaas ist mit einer Koppel prächtiger Tiere unterwegs zum Markt nach Wittenberg, als man auf dem Gebiet des Junkers Wenzel von Tronka entgegen allen früheren Gepflogenheiten einen Passierschein von ihm verlangt. Kohlhaas muss zwei Pferde als Sicherheit dafür zurücklassen, dass er den Schein nachreichen wird.
In Wittenberg erfährt er, dass er nach wie vor keinen Passierschein braucht. Bei seiner Rückkehr auf Tronkas Burg findet er die Pferde als elende Mähren vor, man hat sie schwer auf den Feldern arbeiten und halb verhungern lassen. Kohlhaas weigert sich empört, die Tiere in diesem Zustand zurückzunehmen und verlangt Wiedergutmachung. Er geht vor Gericht, aber ohne Erfolg. Kurz darauf trifft ihn ein furchtbarer Schlag: Als seine Frau Elisabeth bei Hof eine Bittschrift überreichen will, verunglückt sie tödlich.
In seiner Verzweiflung stellt Kohlhaas dem Junker ein Ultimatum; als die gesetzte Frist verstrichen ist, überfällt er nachts mit seinen Knechten Tronkas Burg und brennt sie nieder. Der Junker entkommt jedoch nach Wittenberg. Kohlhaas verfolgt ihn dorthin mit einem ständig wachsenden Haufen aufrührerischer Bauern, entlassener Soldaten und räuberischen Gesindels, dem es nur um Beute geht, wo er Gerechtigkeit sucht.
Als die Wittenberger Obrigkeit die Auslieferung des Junkers ablehnt, fällt Kohlhaas mit seinen Männern brandschatzend in die Stadt ein. Die wachsenden Unruhen kommen dem Kurfürsten höchst ungelegen, darum lässt er Kohlhaas über Martin Luther Straffreiheit und eine Wiederaufnahme seines Prozesses gegen den Junker zusichern, wenn er seine Armee auflöst und sich stellt. Kohlhaas nimmt das Angebot an und reitet nach Dresden. Dort erfüllt sich sein Schicksal.







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Schlöndorff auf der Frankfurter Buchmesse 2011
 Von Foto: Von Foto: © JCS, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=21013149

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