Donnerstag, 10. September 2020

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Posted By: G.M. Sandfort - September 10, 2020

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Die verlorene Ehre der Katharina Blum wurde 1975 von Volker Schlöndorff und Margarethe von Trotta gedreht. Der Film basiert auf der gleichnamigen Erzählung von Heinrich Böll.

OriginaltitelDie verlorene Ehre der Katharina Blum
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1975
Länge106 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
RegieVolker Schlöndorff
Margarethe von Trotta
DrehbuchHeinrich Böll
Volker Schlöndorff
Margarethe von Trotta
ProduktionWilli Benninger
MusikHans Werner Henze
KameraJost Vacano
SchnittPeter Przygodda
  • Angela Winkler: Katharina Blum
  • Mario Adorf: Kommissar Beizmenne
  • Dieter Laser: Werner Tötges
  • Jürgen Prochnow: Ludwig Götten
  • Heinz Bennent: Dr. Blorna
  • Hannelore Hoger: Trude Blorna
  • Rolf Becker: Staatsanwalt Hach
  • Harald Kuhlmann: Moeding
  • Herbert Fux: Weninger
  • Regine Lutz: Else Woltersheim
  • Werner Eichhorn: Konrad Beiters
  • Karl-Heinz Vosgerau: Sträubleder
  • Angelika Hillebrecht: Frau Pletzer
  • Horatius Haeberle: Staatsanwalt Dr. Korten
  • Henry van Lyck: „Scheich“ Karl
  • Leo Weisse: Schönner (Fotograf)
  • Walter Gontermann: Pater Urbanus
  • Hildegard Linden: Hedwig Plotten
  • Stephanie Thoennessen: Claudia Stern
  • Josephine Gierens: Hertha Scheumel
  • Peter Franke: Dr. Heinen
  • Achim Strietzel: Lüding (Konzernherr)

Der Film hat einen anderen Anfang und ein anderes Ende als Bölls Roman. Führt im Buch der Erzähler den Leser in die aus mehreren Quellen zusammengesetzte Handlung ein, beginnt der Film chronologisch mit der Ankunft Ludwig Göttens an dem Ort, wo er später auf einer Party auf Katharina Blum treffen wird. Während das Buch mit der Inhaftierung Katharina Blums endet, ist im Film schließlich die Beerdigung des erschossenen Journalisten zu sehen. Eine besondere Ironie liegt darin, dass in der (von Heinrich Böll verfassten) Grabrede der Chef des Verlags, der die ZEITUNG veröffentlicht, die Tat Katharina Blums als „Angriff auf die Pressefreiheit“ bezeichnet und man erklärt, dass man derartigen Angriffen künftig stärker entgegenwirken müsse. Die Wirkung des Böll-Manuskripts sollte auf diese Weise noch verstärkt werden. Der Film endet mit einer Parodie des üblichen „Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig und nicht absichtlich.“: „Ähnlichkeiten mit gewissen journalistischen Praktiken sind weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich.“ Eine ähnliche Passage stellt auch Heinrich Böll seinem Buch voran.








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Schlöndorff auf der Frankfurter Buchmesse 2011
 Von Foto: Von Foto: © JCS, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=21013149

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