Ein Aufstand alter Männer

Ein Aufstand alter Männer (Originaltitel: A Gathering of Old Men) ist deutsch-US-amerikanischer Film von Filmregisseur Volker Schlöndorff aus dem Jahr 1987 und beruht auf dem gleichnamigen Roman von Ernest J. Gaines aus dem Jahr 1983.
Deutscher TitelEin Aufstand alter Männer
OriginaltitelA Gathering of Old Men
ProduktionslandUSA, Deutschland
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1987
Länge91 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
RegieVolker Schlöndorff
DrehbuchCharles Fuller
ProduktionGower Frost,
Hans Prescher,
Eberhard Junkersdorf (Koproduzent),
James Bigwood (Associate Producer)
MusikRon Carter
KameraEdward Lachman
SchnittNancy Baker,
Craig McKay

Louisiana zu Beginn der 1970er Jahre: Ein afroamerikanischer Landpächter erschießt in Notwehr einen weißen Farmer. Um die nach altem Südstaatenbrauch eigentlich anstehende Lynchjustiz am vermeintlichen Täter Mathu zu verhindern, trommelt die junge weiße Plantagenbesitzerin Candy Marshall 18 alte Afroamerikaner zusammen, die dem von Candy gleichfalls herbeigerufenen Sheriff Mapes die Tat jeweils, mit einer "Ich bin Spartacus" Aussage  gestehen und dazu als Tatwaffe ihr eigenes, frisch abgeschossenes Gewehr präsentieren. Der Sheriff, der eigentlich viel lieber wieder zum Angeln gehen möchte, nimmt fast widerwillig, aber dennoch gründlich die Ermittlungen auf, und am Ende kann der tatsächliche Schütze auf ein ordentliches Gerichtsverfahren hoffen. Der weiße Mob muss unverrichteter Dinge abziehen. Im Gegensatz zur Buchvorlage gibt es keine Schießerei, bei sich der tatsächliche Schütze und der Anführer des weißen Mobs gegenseitig umbringen.









deutscherfilm.cyou 
(auch unter deutscher-film.cyou erreichbar)


 

 

 Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Quelle Wikipedia






Tod eines Handlungsreisenden

Tod eines Handlungsreisenden ist die preisgekrönte Fernsehverfilmung des gleichnamigen Dramas von Arthur Miller. Der Film stammt aus dem Jahre 1985 und wurde von Volker Schlöndorff inszeniert. Die Hauptrollen spielten Dustin Hoffman, Kate Reid und John Malkovich.
Deutscher TitelTod eines Handlungsreisenden
OriginaltitelDeath of a Salesman
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1985
Länge130 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
RegieVolker Schlöndorff
DrehbuchVolker Schlöndorff
ProduktionRobert F. Colesberry
MusikAlex North
KameraMichael Ballhaus
SchnittMark Burns,
David Ray
Besetzung
  • Dustin Hoffman: Willy Loman
  • Kate Reid: Linda Loman
  • John Malkovich: Biff Loman
  • Stephen Lang: Harold „Happy“ Loman
  • Charles Durning: Charley
  • Louis Zorich: Ben
  • David S. Chandler: Bernard
  • Jon Polito: Howard
  • Tom Signorelli: Stanley
  • Linda Kozlowski: Miss Forsythe
  • Karen Needle: Letta
  • Kathy Rossetter: Frau aus Boston
  • Es handelt sich um eine sehr detailgetreue Verfilmung der literarischen Vorlage. Zentral geht es um den Konflikt zwischen Willy Loman und seinem Sohn Biff. Willy ist ein alternder Handlungsreisender, der seine zunehmende Erfolglosigkeit nicht wahrhaben will. Biff versucht sich ebenfalls als Handlungsreisender, scheitert jedoch. Außerdem entdeckt er, dass sein Vater eine außereheliche Affäre hat. Ein weiterer Konfliktpunkt ist der Umstand, dass Willy seinem Sohn immer seinen eigenen toten Bruder Ben als erfolgreiches Vorbild vorhält. Willy halluziniert, und es kommt immer mehr zu einer Vermischung von Gegenwart und Vergangenheit, er beginnt mit seinem toten Bruder zu reden. Aufgrund der realen Erfolglosigkeit von Willy droht die Familie vollends zu verarmen, denn Schulden und Kredite müssen zurückgezahlt werden. Um seiner Familie zu helfen, entscheidet sich Willy dafür, Selbstmord zu begehen, und fährt am Ende mit seinem Wagen, der von ihm manipuliert wurde, davon. Mit dem Geld seiner Lebensversicherung ist es nun der Familie möglich, ihre Rechnungen zu begleichen.









deutscherfilm.cyou 
(auch unter deutscher-film.cyou erreichbar)


 

 

 Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Quelle Wikipedia



Schlöndorff auf der Frankfurter Buchmesse 2011
 Von Foto: Von Foto: © JCS, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=21013149

Eine Liebe von Swann

Eine Liebe von Swann (Un amour de Swann) ist eine französisch-deutsche Verfilmung des gleichnamigen Kapitels aus Marcel Prousts Roman Auf der Suche nach der verlorenen Zeit durch Regisseur Volker Schlöndorff aus dem Jahr 1984.
Deutscher TitelEine Liebe von Swann
OriginaltitelUn amour de Swann
ProduktionslandFrankreich, Deutschland
OriginalspracheFranzösisch
Erscheinungsjahr1984
Länge110 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
RegieVolker Schlöndorff
DrehbuchVolker Schlöndorff,
Jean-Claude Carrière,
Peter Brook,
Marie Hélène Estienne
ProduktionEberhard Junkersdorf,
Margaret Ménégoz,
Martin Wiebel
MusikDavid Graham,
Hans Werner Henze,
Gerd Kuhr,
Marcel Wengler
KameraSven Nykvist
SchnittFrançoise Bonnot
  • Jeremy Irons: Charles Swann
  • Ornella Muti: Odette de Crécy
  • Alain Delon: Baron de Charlus
  • Fanny Ardant: Duchesse de Guermantes
  • Marie-Christine Barrault: Madame Verdurin
  • Anne Bennent: Chloe
  • Nathalie Juvet: Madame Cottard
  • Charlotte Kerr: Bordellchefin
  • Catherine Lachens: Tante
  • Philippine Pascal: Madame Gallardon
  • Charlotte de Turckheim: Madame de Cambremer
  • Roland Topor: Messieur Bisch
  • Marc Arian: Swanns Diener
  • Der kunstsinnige Lebemann Charles Swann verkehrt um 1885 in den besseren Kreisen von Paris. Er ist einer der wenigen konvertierten Juden, die in die höhere französische Gesellschaft aufgenommen wurden. Bei einem Theaterbesuch lernt er die Halbweltdame Odette de Crécy kennen. Anfangs findet er sie nicht sonderlich attraktiv. Bei einer gemeinsamen Kutschfahrt kommen sie sich jedoch näher und verbringen daraufhin ihre erste gemeinsame Nacht.
Die Affäre der beiden spricht sich in den höheren Kreisen schnell herum. Sein Ruf bedeutet Swann allerdings nur noch wenig. Alles, was für ihn noch zählt, ist seine Liebe zu Odette. Doch je mehr Leidenschaft Swann für Odette empfindet, desto mehr scheint sie das Interesse an ihm zu verlieren, zumal er eine krankhafte Eifersucht entwickelt und jeden Mann verdächtigt ihr nachzustellen.
Eines Tages erhält Swann durch einen anonymen Brief Hinweise darauf, dass sich Odette nicht nur mit Männern, sondern auch mit Frauen getroffen hat. Odette gesteht dem zunehmend besitzergreifenden Charles, lesbische Affären gehabt zu haben. Obwohl Swann versucht, sich emotional von Odette zu lösen und seine Gefühle für sie zu verdrängen, kommt er nicht von ihr los. Entgegen den Ratschlägen seines Freundes Baron de Charlus beschließt Swann, Odette zu heiraten. Sie bekommen eine Tochter, die er jedoch aufgrund der Vergangenheit von Odette nicht in die höhere Gesellschaft einführen kann.









deutscherfilm.cyou 
(auch unter deutscher-film.cyou erreichbar)


 

 

 Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Quelle Wikipedia



Schlöndorff auf der Frankfurter Buchmesse 2011
 Von Foto: Von Foto: © JCS, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=21013149

Die Fälschung

Die Fälschung ist ein Film aus dem Jahr 1981 ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Nicolas Born. Regie führte Volker Schlöndorff.

OriginaltitelDie Fälschung
ProduktionslandDeutschland, Frankreich
OriginalspracheDeutsch, Französisch
Erscheinungsjahr1981
Länge108 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
RegieVolker Schlöndorff
DrehbuchJean-Claude Carrière,
Kai Hermann,
Volker Schlöndorff,
Margarethe von Trotta
ProduktionEberhard Junkersdorf
MusikMaurice Jarre
KameraIgor Luther,
Michael Zens
SchnittSuzanne Baron
Bruno Ganz: Georg Laschen
Hanna Schygulla: Arianna Nassar
Jean Carmet: Rudnik
Jerzy Skolimowski: Hoffmann
Gila von Weitershausen: Greta Laschen
Hans Peter Korff: Redakteur

Der Journalist Georg Laschen, Mitarbeiter eines Hamburger illustrierten Magazins, kommt in den Libanon, um über den Bürgerkrieg zu berichten. Die Zweifel an seinem Beruf wachsen. Er weiß, wie gut der Schrecken des Krieges sich verkauft, zumal, wenn er mit entsprechenden Bildern, die ein mitentsandter Fotograf liefern soll, illustriert ist. Wer gegen wen warum kämpft, wird ihm nicht klar. Mit seiner Frau, die er in Norddeutschland zurücklässt, hatte er zunehmend Probleme. Sein Privatleben scheint ihm ähnlich problematisch wie der Krieg im Libanon.
Georg Laschen trifft in Beirut eine Frau, eine Deutsche, die seit Jahren im Libanon lebt. Er verliebt sich in sie, aber es kommt zu keiner dauerhaften Bindung, weil sie neben ihm noch einen weiteren Liebhaber hat.

Hintergrund
Volker Schlöndorff sagte zu seinem Film:
 „Es geht nicht um den Krieg, sondern um den Mann, der darüber berichten soll. Er erwartet Tod und Grauen, findet aber das Leben. Denn die Wirklichkeit ist immer anders, wenn man sie miterlebt, als wenn man nur darüber informiert wird.“
– ARD-Fernsehspiel

zitiert nach: ARD-Fernsehspiel, Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland, Heft Januar bis März 1984)










deutscherfilm.cyou 
(auch unter deutscher-film.cyou erreichbar)


 

 

 Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Quelle Wikipedia



Schlöndorff auf der Frankfurter Buchmesse 2011
 Von Foto: Von Foto: © JCS, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=21013149

Die Blechtrommel

Die Blechtrommel ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Günter Grass durch Volker Schlöndorff aus dem Jahr 1979. Es ist der erste der mittlerweile drei deutschen Filme, die als Bester fremdsprachiger Film mit einem Oscar ausgezeichnet wurden. Neben anderen Filmpreisen erhielt er auch die Goldene Palme in Cannes.
OriginaltitelDie Blechtrommel
ProduktionslandBR Deutschland, Frankreich
OriginalspracheDeutsch, Polnisch, Russisch, Italienisch
Erscheinungsjahr1979
Länge142 Minuten
BD Director’s Cut: 163
DVD Director's Cut: 156 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
RegieVolker Schlöndorff
DrehbuchVolker Schlöndorff
Jean-Claude Carrière
Franz Seitz junior
ProduktionAnatole Dauman
Franz Seitz junior
MusikMaurice Jarre
KameraIgor Luther
SchnittSuzanne Baron
  • Mario Adorf: Alfred Matzerath
  • Angela Winkler: Agnes Matzerath
  • David Bennent: Oskar Matzerath
  • Katharina Thalbach: Maria Matzerath
  • Daniel Olbrychski: Jan Bronski
  • Tina Engel: Anna Koljaiczek (jung)
  • Berta Drews: Anna Koljaiczek (alt)
  • Roland Teubner: Joseph Koljaiczek
  • Tadeusz Kunikowski: Onkel Vinzenz
  • Andréa Ferréol: Lina Greff
  • Heinz Bennent: Greff
  • Ilse Pagé: Gretchen Scheffler
  • Werner Rehm: Scheffler
  • Käte Jaenicke: Mutter Truczinski
  • Otto Sander: Meyn
  • Charles Aznavour: Sigismund Markus
  • Fritz Hakl: Bebra
  • Mariella Oliveri: Roswitha Raguna
  • Wigand Witting: Herbert Truczinski
  • Emil Feist: 1. Clown
  • Herbert Behrendt: 2. Clown
  • Karl Heinz Tittelbach: Felix
  • Marek Walczewski: Schugger-Leo
  • Ernst Jacobi: Löbsack
  • Wojciech Pszoniak: Herr Fajngold
  • Danzig, 1924. In der Familie Matzerath kommt ein Kind zur Welt. Vom Augenblick seiner Geburt an ist der kleine Oskar ein überaus frühreifes, hellhöriges Bürschchen. Schon in den Armen seiner Mutter beginnt der Säugling, seine Umwelt mit großer Skepsis zu betrachten. Zu seinem dritten Geburtstag bekommt Oskar eine Blechtrommel geschenkt. An diesem Tag beschließt er aus einer grundsätzlichen Verweigerungshaltung heraus, sein Wachstum einzustellen, indem er sich die Kellertreppe hinunterstürzt. Geistig und männlich entwickelt er sich sehr wohl weiter, doch seine körperliche Erscheinung schafft von diesem Tag an automatisch eine gewisse Distanz zwischen Oskar und der Welt der „Erwachsenen“. Auf seiner hämmernden Blechtrommel und mit seiner Fähigkeit, Glas zu zersingen, artikuliert er seinen Protest gegen die verlogene, intrigante Welt der Erwachsenen, die sich ihm einerseits im Terror der Nazis, andererseits in diversen Sex-Affären seiner Familienmitglieder offenbart. 1945, nach Kriegsende, beschließt Oskar, dass er wieder wachsen will.









deutscherfilm.cyou 
(auch unter deutscher-film.cyou erreichbar)


 

 

 Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Quelle Wikipedia



Schlöndorff auf der Frankfurter Buchmesse 2011
 Von Foto: Von Foto: © JCS, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=21013149

Deutschland im Herbst

Deutschland im Herbst ist ein Episodenfilm, der sich mit der bundesdeutschen Gesellschaft zur Zeit des RAF-Terrorismus unmittelbar nach dem „Deutschen Herbst“ 1977 auseinandersetzt. Die Arbeit an der Gemeinschaftsproduktion von elf verschiedenen Regisseuren des sogenannten Neuen Deutschen Films – unter ihnen Rainer Werner Fassbinder, Volker Schlöndorff und Alexander Kluge – begann bereits Ende 1977; 1978 wurde die Collage aus teils dokumentarischen, teils szenisch erzählenden Episoden erstmals gezeigt.

OriginaltitelDeutschland im Herbst
ProduktionslandBundesrepublik Deutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1978
Länge119 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
RegieAlf Brustellin, Hans Peter Cloos, Rainer Werner Fassbinder, Alexander Kluge, Beate Mainka-Jellinghaus, Maximiliane Mainka, Edgar Reitz, Katja Rupé, Volker Schlöndorff, Peter Schubert, Bernhard Sinkel
DrehbuchHeinrich Böll, Alf Brustellin, Hans Peter Cloos, Rainer Werner Fassbinder, Alexander Kluge, Beate Mainka-Jellinghaus, Maximiliane Mainka, Edgar Reitz, Katja Rupé, Volker Schlöndorff, Peter Schubert, Bernhard Sinkel, Peter Steinbach
ProduktionTheo Hinz, Eberhard Junkersdorf
MusikEnnio Morricone
KameraMichael Ballhaus, Günther Hörmann, Jürgen Jürges, Bodo Kessler, Dietrich Lohmann, Werner Lüring, Colin Mounier, Jörg Schmidt-Reitwein
SchnittHeidi Genée, Mulle Goetz-Dickopp, Juliane Lorenz, Beate Mainka-Jellinghaus, Tanja Schmidbauer, Christine Warnck
  • Angela Winkler: Antigone
  • Vadim Glowna: Freiermuth
  • Mario Adorf: Komiteemitglied
  • Wolf Biermann: Wolf Biermann
  • Hannelore Hoger: Gabi Teichert
  • Rainer Werner Fassbinder: Rainer Werner Fassbinder

Die Rahmenhandlung des Films spielt in der Woche nach dem 18. Oktober 1977, der „Todesnacht von Stammheim“, wobei das Staatsbegräbnis für Hanns Martin Schleyer, die Schweigeminuten am Fließband des Daimler-Benz-Werks in Stuttgart, Gespräche mit Arbeitern und die Beerdigung der toten Terroristen von Stammheim gezeigt werden. Andere Episoden zeigen eine junge Geschichtslehrerin, die sich mit den Folgen des Radikalenerlasses konfrontiert sieht, oder beschreiben in kurzen Szenenabfolgen die angespannte, fast hysterische Atmosphäre in der Bevölkerung. Rainer Werner Fassbinder interviewt seine Mutter Liselotte Eder, deren politischen Konformismus er vehement kritisiert. Ein verletzter Mann (Terrorist ?) läutet an der Wohnungstür einer Pianistin und bittet um Hilfe. Man sieht viele Polizeiuniformen, eine Szene mit schwerbewaffneten Zollbeamten an einem deutschen Grenzübergang nach Frankreich, Ausschnitte aus einem Dokumentarfilm über ein Herbstmanöver der Bundeswehr 1977. Volker Schlöndorff spielt sich selbst in einer unter anderem von Heinrich Böll entworfenen Episode als Theaterregisseur, dessen Aufführung der Antigone von Sophokles zensiert wird, weil die Darstellung des antiken Stoffes als Aufruf zur Gewalt und zum Terrorismus interpretiert werden könnte.
Der Film beginnt mit der Texteinblendung:
 „‚An einem bestimmten Punkt der Grausamkeit angekommen, ist es schon gleich, wer sie begangen hat: sie soll nur aufhören.‘ - 8. April 1945, Frau Wilde, 5 Kinder“
Der Film endet mit der Texteinblendung:
 „‚An einem bestimmten Punkt der Grausamkeit angekommen, ist es schon gleich, wer sie begangen hat: sie soll nur aufhören.‘“
Durch das Weglassen der „Quellenangabe“ des Zitats lässt sich dieses auf die Situation in Deutschland zu diesem Zeitpunkt beziehen.
Die letzten Minuten des Films bestehen aus Bildern der Beerdigung und des Trauermarsches für Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe im Oktober 1977, wozu das Lied Here’s to You, Nicola and Bart von Joan Baez über die zwei 1927 in den USA in einem umstrittenen Prozess zum Tode verurteilten Anarchisten Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti zu hören ist.
Schlöndorff, der wie Böll und die anderen Regisseure wegen des Films kritisiert worden war, meinte über seine Arbeit an Deutschland im Herbst:[1]
 „Nach so einer Arbeit mit diesem Film, nach den Erfahrungen, die man dabei macht, fragt man sich nicht mehr, warum gibt es sogenannte Terroristen, sondern wie kommt es, daß es nicht viel mehr gibt. Wie kommt es, daß nicht alle um sich schlagen.“
Laut Schlöndorff spielten Mario Adorf, Heinz Bennent, Angela Winkler und Helmut Griem und andere in diesem Film ohne Gage.
Das komplette Team erhielt 1978 beim Deutschen Filmpreis ein Filmband in Gold










deutscherfilm.cyou 
(auch unter deutscher-film.cyou erreichbar)


 

 

 Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Quelle Wikipedia



Schlöndorff auf der Frankfurter Buchmesse 2011
 Von Foto: Von Foto: © JCS, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=21013149

Der Fangschuß

In der Verfilmung Der Fangschuß des 1939 veröffentlichten Romans Le Coup de Grâce von Marguerite Yourcenar stehen im Vordergrund die schroffe Abweisung einer Frau durch einen Mann, der selbst heimlich mit deren Bruder verbunden ist – und die Folgen, die sich daraus ergeben.
Im Englischen und Französischen wird der Fangschuss mit „coup de grâce“ bezeichnet.

Deutscher TitelDer Fangschuß
OriginaltitelDer Fangschuß / Le Coup de Grace
ProduktionslandBR Deutschland/
Frankreich
OriginalspracheDeutsch/Französisch
Erscheinungsjahr1976
Länge97 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
RegieVolker Schlöndorff
DrehbuchJutta Brückner, Margarethe von Trotta, Geneviève Dormann
ProduktionAnatole Dauman, Eberhard Junkersdorf
MusikStanley Myers
KameraIgor Luther
SchnittJane Sperr
  • Margarethe von Trotta: Sophie von Reval Matthias Habich: Erich von Lhomond
  • Rüdiger Kirschstein: Conrad von Reval
  • Mathieu Carrière: Volkmar von Plessen
  • Valeska Gert: Tante Praskovia
  • Frederik Zichy: Franz von Aland
  • Bruno Thost: Chopin
  • Marc Eyraud: Doctor Paul Rugen
  • Henry van Lyck: Borschikoff
  • Ernst Alexander von Eschwege: Blankenberg
  • Franz Morak: Grigori Loew
  • Maria Guttenbrunner: Loews Mutter
  • Hannes Kaetner: Michel
  • Stephan Paryla: Unteroffizier

 Chaotische Zustände im Baltikum nach dem Ende des Ersten Weltkriegs: Statt nach dem verlorenen Krieg sich wie viele bequem irgendwo im liberalen Berlin der Zwanziger zurückzuziehen, quartiert sich der preußische Offizier Erich von Lhomond in dem schwer durchschaubaren russischen Bürgerkrieg mit seinem Freikorps in das zerschossene baltische Schloss seines Freundes Konrad von Reval ein, um es gegen die Rotgardisten zu verteidigen. Konrads Schwester Sophie von Reval verliebt sich in Erich, wird von ihm jedoch zurückgewiesen – er und ihr Bruder haben ein Verhältnis miteinander (im Film nur angedeutet). Sophie will die Abweisung nicht akzeptieren. Doch im weiteren Verlauf gibt sie auf – oder doch nicht? Sie verlässt nämlich das Schloss und schließt sich den Rotgardisten an, also den Feinden von Konrad und Erich. Nachdem Konrad gefallen ist, wird Sophie schließlich von Erichs Truppe gefangen genommen – in einem Krieg, in dem keine Gefangenen mehr gemacht werden. Sie wünscht, von Erich persönlich erschossen zu werden, was dieser auch ausführt.











deutscherfilm.cyou 
(auch unter deutscher-film.cyou erreichbar)


 

Schlöndorff auf der Frankfurter Buchmesse 2011
 Von Foto: Von Foto: © JCS, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=21013149

Jahr

1966 (1) 1969 (1) 1970 (1) 1971 (1) 1975 (1) 1976 (1) 1978 (1) 1979 (1) 1981 (1) 1984 (2) 1985 (2) 1987 (1) 1988 (1) 1990 (1) 1991 (4) 1992 (2) 1993 (2) 1994 (3) 1995 (1) 1996 (5) 1997 (2) 1998 (7) 1999 (3) 2000 (5) 2001 (3) 2002 (3) 2003 (3) 2004 (1) 2005 (8) 2006 (7) 2007 (9) 2008 (8) 2009 (10) 2010 (6) 2011 (11) 2012 (12) 2013 (7) 2014 (10) 2015 (8) 2016 (8) 2017 (8) 2018 (13) 2019 (9) 2020 (10) 2021 (3)